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20. Nickelhüttenturnier 2015

VON RALF WENDLAND

Die Handballer der SG Nickelhütte Aue halten ihn auch nach dem 20. Nickelhütte-Turnier in den Händen: den Supercup für den unterm Strich erfolgreichsten Verein. "Obwohl es am Anfang nicht so aussah, haben wir den Pokal gewonnen, und das freut mich natürlich", zeigt sich Gottfried Schüller, Präsident der SG Nickelhütte, zufrieden.

Das Turnier sei nur möglich, weil viele fleißige Hände mit anpacken und Vereine in der Region das Ganze in den Spielstätten vor Ort mittragen. Insgesamt wurden neun Sporthallen genutzt - von Aue bis Chemnitz. Ins Turnier eingebunden waren 59 Mannschaften - darunter aus Tschechien und Österreich - von der E- bis zur A-Jugend, 856 Sportler und Betreuer. Aus Auer Sicht haben die Jungen der B-Jugend und die der C-Jugend gewonnen. Die männliche D-Jugend holte Silber, musste sich im Endspiel dem amtierenden tschechischen Meister Dukla Prag geschlagen geben. Aues gemischte E-Jugend verpasste mit Platz 4 das Treppchen knapp. Dennoch ist Trainer Uwe Biegerl nicht unzufrieden: "Kämpferisch war alles in Ordnung. Es gab ein spannendes Spiel um den Einzug ins Finale." Den verpassten die Erzgebirger letztlich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. So blieb ihnen das Spiel um Platz 3, das sie gegen Talent Plzen verloren.

Aufs Turnier bezogen sagte Uwe Biegerl: "Das Niveau ist im Vergleich zu den Vorjahren nicht besser geworden." Das sieht Jens Denecke, Jugendkoordinator der SG Nickelhütte Aue, ebenso: "Im männlichen Bereich ist es vom Leistungsniveau her über die Jahre schlechter geworden." Das Turnier sei zu schwach besetzt. Die Auer C- und B-Jugend hätten all ihre Vorrundenspiele mit mindestens zehn Toren Abstand gewonnen. "Was wir eigentlich wollen, sind Spiele, die knapp ausgehen", erklärt Denecke. "Das Turnier ist wirklich top organisiert. Aber vielleicht sollte man doch einmal neue Ideen sammeln und das Ganze überdenken."

Günther Behla, für den Nachwuchs zuständiger Vizepräsident des Handballverbands Sachsen: "In Ostdeutschland gibt es nicht viele Turnier im Nachwuchsbereich. Das Nickelhütte-Turnier ist eines der größten. Eine solche Veranstaltung braucht ein Umfeld, in dem die Sportart Handball nicht auf taube Ohren stößt. Es wäre ein falscher Fingerzeig, wenn man den Diskussionen nachgibt, das Turnier zu splitten zwischen Mädchen und Jungen. Das Verhältnis männlich/weiblich finde ich so gut." Dennoch: Hinter die 21. Auflage des Nickelhütte-Turniers setzt Gottfried Schüller derzeit ein Fragezeichen. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, ist offen.

Bild: Aues gemischte E-Jugend kam auf Rang 4. Auch Ivo Petkov (links) und Torben Lange (am Ball) versuchten gegen den HK Lovosice - im Bild Lukas Vaverka (15) und Matkas Agler - alles. Doch die Tschechen gewannen.


FOTO: RALF WENDLAND

 



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